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31.07.2010 |
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Allgemeines über Wachteln | ||||||||||
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Die Wachtelzucht ist ein Zweig der Avikultur, einer Wissenschaft, die sich mit Studien zur Verbesserung, Förderung und zur Aufzucht von Vögeln, in diesem Falle Wachteln, zwecks Nutzung ihrer Produkte, ihres Fleisches, der Eier, des Dungs usw. sowie zum Zwecke der Jagd befasst. Die Wachtel gehört zur Ordnung der Hühnervögel, Familie Fasanenartige und zur Gattung Erdwachteln (Coturnix). Es gibt viele verschiedene Arten. Die bekanntesten und am weitesten verbreiteten Arten sind die Coturnix Coturnix, die als europäische Wachtel oder wilde Wachtel bekannt ist (sie können fliegen und gejagt werden) und die Coturnix Japonica oder Hauswachtel (deren Fleisch geschätzt wird). Die Existenz der Wachteln ist seit alters her bekannt und wird schon in der Bibel im Buch Exodus erwähnt. Deshalb ist es sehr schwierig zu sagen, wann damit begonnen wurde, diese Tiere intensiv zu nutzen. Die Coturnix Japonica war die erste Wachtel, die domestiziert und vom Menschen systematisch genutzt wurde. Im Laufe der Zeit wurde sie nach Europa eingeführt und mit der europäischen Wachtel gekreuzt. Durch die Verbindung der Eigenschaften der beiden Arten entstand die Möglichkeit einer intensiven Nutzung. Für die systematische industrielle Zucht der Wachtel sind viele Kenntnisse bezüglich der Einrichtungen, der Behandlung und von Programmen zur Vorbeugung gegen Krankheiten erforderlich und zwar sowohl für die Reproduktion und die Inkubation als auch für die Aufzucht. Man muss genau wissen, wie eine ausgewogene Ernährung der Wachteln auszusehen hat, damit man bei der Gewinnung von Eiern und Fleisch gute Ergebnisse erzielt. Die Qualität des Wachtelfleisches wurde schon im Altertum geschätzt. Es ist sehr reich an Eiweiß und Aminosäuren und enthält wenig Fett. Die Tiere wachsen sehr schnell und es dauert durchschnittlich nur 35 Tage, bis sie ausgewachsen sind. Ihr Fleisch ist außerordentlich zart und exquisit. Es kann leicht zubereitet werden und ist allen anderen Geflügelarten überlegen. Die Eierproduktion, und zwar sowohl für die Reproduktion als auch für den Verbrauch durch den Menschen, ist extrem hoch, denn die Hennen haben eine hohe Legefähigkeit und sind sehr fruchtbar. In Betrieben mit beispielhaften Anlagen und sorgfältiger Behandlung kann die Schlupfrate bis zu 90 % betragen und die Fruchtbarkeitsrate bis zu 87 %. Wachteleier haben auf der Schale typische farbige Flecken, die in der Natur dazu dienen, die Eier vor Raubtieren zu schützen, denn sie sind nicht mehr vom umgebenden Boden zu unterscheiden. Schon in grauer Vorzeit aßen Menschen Wachteleier. Heute ist ihr diätetischer und therapeutischer Wert bestens bekannt. Sie sind reich an den Vitaminen A, D, C, E, B1 und B2, an Aminosäuren und Mineralien, insbesondere an Eisen, Mangan, Kupfer, Phosphor und Kalzium. Ein weiteres Ziel der Wachtelproduktion ist die Jagd, denn aufgrund der vielen Menschen, die sich in den letzten Jahren auf die Jagd begeben und der neuen Techniken, die in der Landwirtschaft verwendet werden, sinkt der Bestand an wilden Wachteln ständig. Dank der Wachtelzucht kann dieses Problem gelöst werden. Für diesen Zweck wird eine Art gezüchtet, die sich von der Wachtelart für die Fleischgewinnung unterscheidet. Es sind Tiere, die gut fliegen können. Sie werden auch unter anderen Bedingungen gezüchtet. Sie leben in speziellen klimatisierten Parks oder Volieren und können zur Freude auch der anspruchsvollsten Jäger in Jagdgebieten freigelassen werden. Das Klima und die geografische Lage Spaniens sind besonders günstig für die Wachtelzucht. Aus allen diesen Gründen hat die Wachtelzucht in den letzten Jahren einen starken Aufschwung zu verzeichnen. |
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| Agustí Dalmau i Barral Veterinärmediziner |
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